Papier schöpfen Material

- Alles zum Papier selber Schöpfen
Papierschöpfen ist ein Handwerk, das man leicht selber machen kann. Denn alles, was man dazu benötigt, hast Du bereits zuhause. Eigentlich braucht es nämlich nur einen Stapel Altpapier, eine Wanne mit Wasser und ein Sieb. Es sei denn, Du möchtest eigenständig hochwertiges Papier herstellen, das Du zum Schreiben, für die Kinder in der Schule oder zum Verschenken an Freunde verwenden möchtest. Dann solltest Du nämlich spezielle Helfer nutzen, die Du in dieser Kategorie findest. Dieses Material macht Dein selbst hergestelltes Papier zum wertvollen Alltagshelfer und Dich zum Umweltschützer, denn Papierschöpfen leistet einen effektiven Beitrag zur Schonung von Ressourcen.
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Papier selber herstellen

Papier selber zu machen ist kunstvolles Recycling mit einem hohen Spaßfaktor für Groß und Klein. Da heißt es ran an die Bütte und ordentlich matschen. Hier findest Du, was Du für die Herstellung Deiner eigenen Papierkollektion benötigst, vom Papierschöpfrahmen-Set über Filzmatten bis zum Füllstoff. Papier selber machen lässt Kinder staunen und Künstlerherzen höher schlagen. Die schöpferische Prozedur und das fertige Produkt bieten vielfältige kreative Entfaltungsmöglichkeiten auf jedem künstlerischen Niveau.

Anleitung zum Papier selber machen

Papier selber machen ist ein schöpferischer Prozess, der sehr lehrreich und mit viel Spaß verbunden ist. Das Herstellen der Grundmasse, das Schöpfen, Pressen und Trocknen machen den Entstehungsprozess von Papier im wahrsten Sinne des Wortes begreiflich. Außerdem hilft das Durchlaufen der einzelnen Arbeitsschritte dabei, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel Material, Wasser und Energie für die industrielle Papierherstellung erforderlich sind. Ideal für alle, die mit Kindern arbeiten! Aber auch dem Hobbykünstler bietet das Papier selber machen zahlreiche interessante Möglichkeiten für seinen kreativen Ausdruck.

Was brauche ich zum Papierschöpfen?

Für die Papierherstellung braucht es nicht viel Material: einen Schöpfrahmen, Rohpapier oder Pulp, etwas China Clay und Gautschfilz - schon kann auch der Einsteiger sein eigenes Papier schöpfen. Komplette Sets mit Papierschöpfrahmen, Papier und Anleitung erleichtern auch Anfängern oder Schülern den Einstieg in die wunderbare Welt des Papierschöpfens - erlebte Tradition mit Spaßfaktor.

Neues Papier aus Altpapier

Hast Du noch einen Stapel Altpapier zuhause? Prima, er ist die Grundlage zum Papierschöpfen. Nimm das Altpapier und reiße es in möglichst kleine Fetzen. Anschließend gibst Du alles in eine wasserfeste Wanne. Koche Wasser auf, mindestens so viel, das Deine Papierfetzen um die doppelte Höhe bedeckt sind. Lass dieses Gemisch über Nacht ruhen und mixe es am nächsten Tag gut durch. Dafür empfiehlt sich ein Stampfer oder sogar ein Pürierstab. Die noch feuchte Masse nun mit einem Sieb abschöpfen, sodass sich der Brei gleichmäßig darauf verteilt. Diese Fläche nun trocknen und gegebenenfalls pressen. Wenn alles durchgetrocknet ist, hältst Du Dein erstes, völlig selbstgemachtes Blatt Papier in den Händen – dank Papierschöpfen.

Aus Pulpe wird Papier

Die Grundlage der Papierherstellung ist die sogenannte Pulpe. Das ist eine Mischung aus Wasser und Zellstoff bzw. Cellulose, die man in einer Wanne anrührt. Man kann die Grundmasse auch aus zerrissenem Altpapier herstellen. Dann wird das Papier aber grau und ist somit nicht für jede weitere Verarbeitung und Gestaltung geeignet. Die Pulpe wird gut durchgerührt, sodass sich die Fasern gleichmäßig verteilen. Dann führt man den Papierschöpfrahmen senkrecht hinein, bringt ihn unter Wasser in die Waagerechte und hebt ihn wieder heraus. Die Fasern haben sich jetzt auf dem Sieb verteilt und das Wasser läuft ab.

Das Wasser muss raus

Papier selber zu machen ist von der Pulpe bis zur Pressung eine feuchte Sache. Präpariere den Arbeitsraum entsprechend und halte Lappen und Handtücher bereit. Im nächsten Schritt wird die feuchte Lage auf eine Filzmatte gegeben, mit einer weiteren Filzschicht oder einem anderen saugfähigen Material abgedeckt und dann gepresst. Fürs Pressen eignen sich ein Nudelholz oder ein Holzbrett. Anschließend muss der gewonnene Papierbogen trocknen.

China Clay für ein strahlendes Weiß

Um das selbst gemachte Papier noch weißer und saugfähiger zu machen, kannst Du der Pulpe vor dem Schöpfen noch China Clay (fein gemahlene Tonerde, auch Kaolin genannt) beimengen. Das bietet sich insbesondere an, wenn Du Papier selber machst, um es anschließend zu bemalen oder um es als Collagenbasis zu verwenden. Das feinere Weiß bringt die anderen Farben zum Leuchten.

Die richtigen Fasern fürs Papierschöpfen

Die Qualität des Ergebnisses beim Papierschöpfen steht und fällt mit den verwendeten Fasern. Das wohl bekannteste handgeschöpfte Papier ist das Büttenpapier. Früher bestand es in seiner reinsten Form zu 100% aus Hadern. Das sind Stofffetzen aus Leinen, Hanf oder Baumwolle. Diese mussten stundenlang zerfasert und gestampft werden. Für das zeitgemäße Papierschöpfen wird Zellstoff verwendet. Im kunstpark Shop findest Du Zellstoffplatten zum Einweichen in Wasser sowie Cellulose aus Baumwoll-, Birke- oder Eukalyptusfasern. Je länger die Fasern sind, desto besser ist der Zusammenhalt. Optimale Ergebnisse erzielst Du durch das Mischen verschiedener Fasern.

Typisch handgeschöpft

Ein auffälliges Merkmal handgeschöpften Papiers ist der unregelmäßige Rand. Er entsteht beim Schwenken des Papierschöpfrahmens. Auch in der Haptik unterscheidet sich handgeschöpftes von industriell hergestelltem Papier. Das Papierschöpfen bringt eine eher raue, strukturierte Oberfläche hervor und ist oftmals dicker. Damit Tinte darauf nicht verlief, wurde handgeschöpftes Papier früher im letzten Arbeitsgang geleimt. Dazu hat man es kurz in Leim eingetaucht. Wie Jahrhunderte altes Büttenpapier beweist, ist handgeschöpftes Papier enorm stabil und alterungsbeständig.

Papierschöpfen als Malgrund

Die besondere Beschaffenheit und Optik von hanggeschöpftem Papier macht es sehr interessant für eine Vielzahl von künstlerischen Anwendungen. Wir kennen handgeschöpftes Papier zum Beispiel als Buchseiten in historischen Werken oder als Urkunden. Aber auch im Kunstdruck, für Zeichen- und Maltechniken sowie im Kunsthandwerk wird es benutzt. Durch das Zugeben von Farbe, Blütenblättern oder Tannennadeln beim Papierschöpfen lässt sich die Besonderheit des Papiers noch steigern. Es eignet sich daher auch hervorragend für die Herstellung individueller Gruß- und Einladungskarten.

Papier mit Farbe oder Duftnote

Das selbst gemachte Papier ist schon ein Besonderheit. Der Aha-Effekt lässt sich aber noch steigern, indem Du Dein Papier gekonnt veredelst. Das geht zum Beispiel durch das Zugeben von Farbe, Blüten oder Pflanzenteilen sowie Duftöl. Deine Beigaben kannst Du je nach Weiterverwendung des handgeschöpften Papiers variieren. Als originelle Grußkarte landest Du mit einem angenehmen Duft bestimmt einen Volltreffer.

Papier selber machen in Kindergärten und Schulen

Papierschöpfen ist auch ein tolles Projekt für Kindergärten und Schulen. Die einzelnen Arbeitsschritte sind auch von jüngeren Kinder durchführbar und bieten zahlreiche Erfahrungen. Vom Herstellen der Pulpe über das Heraussieben der Fasern, das Pressen und Trocknen bis zum Gestalten bietet Papier selber machen viel Erlebnispotenzial und einen hohen Erkenntnisgewinn. Die Papierherstellung eignet sich außerdem super als Praxisteil einer Projektwoche, in der es um Recycling und Ressourcenschonung geht.

Die Umwelt unterstützen mit Papierschöpfen

Weißt Du, wie viel Kilogramm Altpapier jährlich als Abfall auf der Müllhalde landen? Dieser „Abfall“ lässt sich besser als Rohmaterial für Dein eigens hergestelltes Papier nutzen. Leiste einen Beitrag für die Umwelt und entdecke das spaßbringende Papierschöpfen nicht nur als ein neues Hobby, sondern vielmehr als wertvollen Beitrag zum Schutz von Bäumen. Und ist es nicht toll sagen zu können, dass es sich bei dem Malgrund nicht um klassisches Papier handelt, sondern um Dein selbst gemachtes?
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